Museumsbrücke Mettmann

Fußgängerbrücke im Neanderthal

In markantem Bogen verbindet die neue Fußgängerbrücke das Neanderthal-Museum mit dem Parkplatz, dem Spielbereich und dem südlich angrenzenden Naturraum. Sie steht im Fokus der Umgestaltung des Einmündungsbereichs Düssel / Mettmanner Bach. Dabei ist die Brücke als flacher Steg mit außen angebrachtem Geländer konzipiert, um den Naturraum für den Fußgänger so unmittelbar wie möglich erlebbar zu machen. Somit steht nicht die Brücke selbst, sondern das Durchqueren des Naturraums im Vordergrund.

Der Brückensteg lagert an drei Anschlusspunkten – Talstraße, Parkplatz und Spielplatzbereich – auf und bildet damit eine y-förmigen Grundriss. Zusätzlich wird er zentral, im Bereich der Wegteilung über Stahlstützen aufgelagert. Die Spannweiten betragen, vom zentralen Stützpunkt aus gesehen, ca. 24m in Richtung Talstraße, ca. 21m in Richtung Parkplatz und ca. 10m in Richtung Spielplatz.

Der Brückenüberbau besteht aus einer Tragplatte aus Stahlbeton mit maximal 43,5cm Dicke. Diese nimmt zum Rand hin auf 25cm Ansichtskante ab, indem oberseitig die Entwässerung durch ein Quergefälle von jeweils 2,5% zu beiden Seiten sowie unterseitiges variierendes Gefälle vorgesehen wird. Die Ansichtskante bleibt über die Brückenlänge konstant. Die Entwässerung des Überbaus erfolgt direkt über die seitliche Abschlusskante.

BauherrKreisverwaltung Mettmann
EntwurfRMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
imagine structureTragwerksplanung Entwurfsplanung
Fertigstellung2020

Naspa Membrandach

Neues Dach für die Kundenhalle der Nassauischen Sparkasse in Wiesbaden

Aufgabe war es über das alte, defekte Dach der Naspa ein neues leichtes Membrandach zu setzen, da das alte Dach nicht zurückgebaut werden konnte. Die besondere Herausforderung war es das Membrandach so zu planen, dass der Bau im laufenden Betrieb in 17m Höhe auf einem 1.000m² großen Glasdach stattfinden konnte.

Das neue Membrandach besteht aus einem filigranen tonnenförmig gewölbten Dachtragwerk aus Stahlrohren, das eine Membraneindeckung aus Innendruck beaufschlagten Pneukissen aus EFTE Folie erhielt.

Durch das neue Dach mit seinen luftgefüllten Membrankissen fällt angenehm gedämpftes Licht in die Kundenhalle. Weiterhin wird für eine bessere Wärmedämmung durch das Zwischenklima zwischen Glas- und Membranebene gesorgt und weitere Kosten für den Sonnenschutz fallen weg. Der natürliche Auftrieb unterstützt die Lüftungsanlage und es wird für eine ganzjährig nutzbare und einbruchssichere Nachtauskühlung gesorgt.

BauherrNassauische Sparkasse Wiesbaden
ArchitekturG.R.E.E.N Architekten und Ingenieure, Bochum
GeneralplanerRudolf Evers, Dreieich
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2019
Fotos© Matthias Michel

Weltausstellung Wittenberg 2017

Jubiläum 500 Jahre Reformationstag

Anlässlich eines Studentenwettbewerbs für die Weltausstellung Reformationstag 2017 in Wittenberg ist seitens des Lehrstuhls Räumlich-Plastische Gestaltung der PBSA Düseldorf, Fakultät Design, ein Entwurf zur Landschaftsgestaltung entstanden. Dieser Entwurf beinhaltet mehrere sich teilweise kreuzende, begehbare Stege in Stahlbauweise. Die seitlich verspiegelten Stege sind sowohl unterschiedlich lang als auch hoch und werden an den Kreuzungspunkten von einem beidseitig verspiegelten Dach überdeckt. Als Material für die Stege ist ein Gitterrost gewählt worden, welches umliegend auf Randträgern lagert. 

BauherrReformationsjubiläum 2017 e.V.
Entwurf PBSA Düsseldorf - Lehrstuhl für Räumlich-Plastische Gestaltung
ObjektplanungArchitekturwerkstatt Berlin
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2017

Hebammenhaus, Ghana

Neubau eines Hebammenquartiers in Havé Etoe, Ghana

Das DESIGN. DEVELOP. BUILD. PROGRAMM der Peter Behrens School of Arts integriert praktische Lehre als Konzept, um das verantwortliche Handeln zu stärken und das experimentelle Denken der Studieren- den zu fördern. Von der ersten Entwurfsskizze über die Entwicklung von Modellen, Ausführungsplänen und 1:1-Mock-ups bis hin zur Realisierung durchlaufen die Studenten innerhalb eines Bauprojek-tes sämtliche Phasen einer Baumaßnahme; neben Ausführungs- planung und Massenermittlung gehören dazu auch Zeitplanung, Finanzierung und Kostenkontrolle. Insgesamt haben sich ca. 45 Studierende seit 2015 mit dem Entwurf und der Konstruktion eines Hebammenhauses beschäftigt.

Das Hebammenhaus ist notwendiger Schulungsraum für Hebammen und Mütter, Wohnheim und Neugeborenenbereich zugleich. Angebunden ist es an eine kleine Geburtsklinik, die für über 3000 Geburten im Jahr verantwortlich ist. Wichtig für das Projekt ist vor allem eine große Kompaktheit, in der Privatsphäre der Familien und gleichzeitige Gemeinschaft ideal integriert werden. Mit in die Überlegungen wurden Aspekte der passiven, nachhaltigen Lüftung, Sonneneinstrahlung, Verschattung und die Nutzung von örtlichen Materialien einbezogen. Vor Ort wurde mit der lokalen Handwerkerschule kooperiert. Ziel war hier, dass die europäischen, amerikanischen Studierenden den ghanaischen Schülern ihr Wissen weitervermitteln und im Gegenzug die Studierenden die Kultur vor Ort kennenlernen.

BauherrMeetin Bismarck e.V.
Entwurf & PlanungStudierende der Peter Behrens School of Arts & Hochschule Düsseldorf, Georgia Institute of Technology
Klima EngineeringTranssolar
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2017
Fotos© Thomas Schaplik

Social Design Award 2019

ausgezeichnet von SPIEGEL ONLINE und SPIEGEL WISSEN in Kooperation mit Bauhaus

IAA Frankfurt 2015

Messebauten für BMW und MINI

Fakten über die Tragwerke bei BMW auf der IAA 2015

Das Obergeschoss der GKL-Plaza tragen ca. 350 Tonnen Stahl, die als ein zweilagiges Tragwerk geschichtet sind: Unten liegen schwere starke Träger, die große Spannweiten überbrücken, darüber leichte feine, welche die Holzböden tragen und die runden Ränder ausbilden. Die Plaza ist an jeder Stelle für knapp 7 Personen pro Quadratmeter gerechnet.

Die Rampe der Rotunde ist auch für etwa 7 Personen pro Quadratmeter ausgelegt. Sie spannt einen Drittelkreis frei. Um dieses zu erreichen, wurde ein Brückentragwerk gebaut. Hohlkästen aus Flachstahl tragen die Rampe über 20m weit ohne Stützen.

Die Fahrbahn ist statisch so ausgelegt, dass man sie mit 50km/h befahren kann. Die Leitplanken bietet maximale Sicherheit. In ihnen sind Seile als eine zweite Sicherung durchgefädelt. So können Stöße vom 10-fachen des Fahrzeuggewichts abgefangen werden.

85 % des Lounge-Tragwerks ist aus Aluminium. Es wird wiederverwendet. Wir sparen somit 130 Tonnen Stahl. Das Aluminium-Tragwerk ist eine Art Baukasten und kann ohne Kran aufgebaut werden. Es ist weltweit bei allen Messen für BMW im Einsatz, so macht sich das leichte Material auf die Dauer bezahlt. Dieses Bauwerk ist das größte und anspruchsvollste, was wir jemals aus diesem System gebaut haben.

Grob geschätzt wurde so viel Stahl verbaut:

  • 450 Tonnen Stahl für Plaza und Tribüne
  • 200 Tonnen für Fahrbahn und Bühnen
  • 80 Tonnen Alu und Stahl in der Lounge
  • 50 Tonnen bei MINI

Alles in allem knapp 800 Tonnen Tragwerk.

BauherrBMW AG München
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2015

New York Street Fest

MirrorMirror

Bei den MirrorMirror Zelten handelt es sich extrem leicht, transportable und temporäre „Bauten“ mit einem doppelseitig verspiegelten Satteldach. Das 45 Grad geneigte Dach reflektiert städtische Aktivitäten in der Umgebung auf vielfältige Weise und bietet einen völlig neuen und intensivierten Blick auf das Leben auf der Straße. Die Außenseite des Daches reflektiert höhere Bereiche der Skyline, der Stadt und des Himmels. Die Bereiche in denen der Himmel zu sehen ist bringen Einblicke in die Leichtigkeit und Luftigkeit in die dicht besiedelten Städte.

Die gespiegelten Straßenfestzelte sind zur Realisation auf dem New York Street Fest vor dem Museum of Contemporary Art of New York und wurden von Davidson und rafaelidis entworfen. Der Beitrag von imagine structure lag im Ingenieurwissen für temporäre Bauten und Skulpturen während der Design- und der frühen Realisationsphase.

EntwurfDavidson und rafaelidis
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2014

Archäologische Vitrine

Anerkennung Deutscher Stahlbaupreis 2013

Der Entwurf des Büros kadawittfeldarchitektur, sah für die Gestaltung des Ausgrabungsortes im Aachener Elisengarten einen Baukörper vor, der sich durch seine Formsprache in die Parkgestaltung harmonisch einfügt. Die an sich gläsernen Einhausung der archäologischen Funde wird durch eine Hülle aus diagonal überlagerten Edelstahlprofilen umschlossen, die so die Bedeutung der Fundstelle hervorhebt und sich von den sonst im städtischen Kontext üblichen gläsernen Vitrinen und Schaufenstern absetzt.

Die diagonalen Edelstahlprofile werden als tragende Elemente für das Pavillondach herangezogen und steifen gleichzeitig die Konstruktion aus. So kann auf störende Stützen im Innenraum des Baukörpers komplett verzichtet werden. Die Konstruktion ist auf Mikropfählen gegründet, deren Position entlang des Ringankers frei wählbar war. So konnten für die Pfahlbohrungen garantiert fundfreie Flächen ausgewählt werden.

BauherrStadt Aachen
Architektenkadawittfeldarchitektur, Aachen
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2013

2013 Deutscher Stahlbaupreis

Anerkennung Besonderer Leistungen

Schallsegel

Segel für gute Akustik

Zur Verbesserung der Akustik der St. Stephans Kirche in Karlsruhe wurde ein faltbares Schallsegel installiert, welches speziell auf die architektonischen Anforderungen der Kirche zugeschnitten ist. Die schlanke Konstruktion aus Stahl und Plexiglas, gespannt über den Chorraum, verhindert so eine unkontrollierte Ausbreitung des Schalls in die Kuppel über dem Zentralraum der Kirche. Das Segel ist an Bühnenwinden der Firma Statec im Dachraum steuerbar aufgehängt und kann so verschiedene Faltungspositionen einnehmen. Die Acrylgas-Paneele von 15mm Stärke beteiligen sich am Lastabtrag, indem sie die Profile in den Faltachsen zu Fachwerken verbinden. Das Segel lässt sich abnehmen und unsichtbar in durch einen Wandschlitz in der Sakristei aufbewahren.

BauherrSTATEC Bühnentechnik GmbH
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2012

Bloomberg

Umbau Hochhausettage

Eine frei geformte Treppe verbindet zwei Etagen eines Frankfurter Büro-Hochhauses. Im neuen Mobiliar dominiert Corian, so konzipierten wir die Treppe ebenfalls für Corian. Das tragende Innenleben ist ein dünnwandiges verschweißtes Stahlblech. Verformungen werden für die sensible Corian Verkleidung minimiert. Eine ausgeklügelte Auflager-Gestaltung do­siert die Lasten so, dass die Bestandsdecken nicht weiter verstärkt werden müssen. Die Verkleidung aus warm umgeformtem Corian sitzt dicht auf der Stahlblech-Struktur, so dass die Brüstung und Wendel nur vier Zentimeter stark ausfallen. Beeindruckend ist das immaterielle Erscheinungsbild der Treppe, bei der keine Fügung sichtbar ist. Neben der statischen Berechnung haben wir auch die 3D-Planung bis hin zur Montageteilung zum Lifttransport beigesteuert.

DesignPerkins+Will, New York
AusführungNautilus Treppen
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2011

Acrylglas Kletterwand

Die große Unsichtbare

Für die Jugendbildung der Pallottiner wurde in Mitten des historischen Ensembles bei Schönstatt in nächster Nähe zum Turm der mittelalterlichen Basilika eine Kletterwand errichtet, die wesentlicher Bestandteil der kirchlichen Jugendarbeit um Pater Diesberg darstellt. Aus diesem Kontext entstand das Konzept, die Kletterflächen in transparentem Acrylglas zu materialisieren und das schlanke Stahl-Tragwerk aufzufalten, um somit dem Objekt eine leichte und aufgelöste Anmutung zu geben, die im sich im historischen Kontext zurücknimmt.

Die Materialgerechte Konstruktion der Details war bei diesem Projekt von besonderer Wichtigkeit. Die Acrylglaspaneele sind mit selbst entwickelten Punkthaltern befestigt, die eine zwängungsfreie Lagerung des Materials ermöglichen. Alle Klettergriffe sind mit entsprechend ausgelegten Hülsen im Material angeschlagen. Der Anschlagpunkt für das Kletterseil kann über einen Seilzug und Rollen abgelassen werden, so dass auf Vorklettern verzichtet werden kann.

Gestalt und Tragwerk wurden in enger Zusammenarbeit zwischen imagine structure und Planwerk 590 gemeinsam entwickelt und detailliert.

BauherrPallottinische Jugendbildungs GmbH
EntwurfPlanwerk 590, Koblenz
imagine structureTragwerks- und Fassadenplanung
Fertigstellung2011

Gaggenau Pavillon

Mobiles Messe System

Das Gaggenau Mobile Messe System wurde entwickelt, um die Küchengeräte des Herstellers in geeignetem Umfeld an verschiedenen Standorten weltweit zu präsentieren. Der Pavillon wurde so geliedert, dass seine drei Raumelemente in einem einzigen 40 Fuß Container transportier werden können. Ein räumliches Rahmentragwerk aus Stahl ermöglicht die weltweite Nutzung und den Transport des Pavillons auch unter extremen Bedingungen.

BauherrGaggenau Hausgeräte GmbH, München
Planung, AusführungRainer Huxel, Huxel Hausbau GmbH, Sinsheim
EntwurfJürke Architekten, München
GlasfassadeSky-Frame, Ellikon, CH
imagine structureTragwerksplanung, Tech. Beratung
Fertigstellung2009

BMW Sanduhr

Eine Idee nimmt Gestalt an.

Es fing an mit einem Anruf, ob wir eine Idee haben, wie man eine 12 Meter große Sanduhr baut, in der sich ein Auto befinden sollte…

Wir haben aus der Anfrage der Agentur einen gestalterischen und technischen Entwurf erarbeitet, der vom Kunden BMW vor allem wegen der filigranen Plexiglas-Stundengläser aus mehreren Vorschlägen ausgewählt wurde.

Die Besonderheit des Stundenglases besteht darin, dass es als tragende Schale ohne eine Unterkonstruktion auskommt und somit keine störenden Profile oder Rippen den Blick auf das Fahrzeug im Inneren stören.

Ein wichtiger Teil des Designs war die Ausbildung der Plexiglas Verbindungen, die sowohl ästhetischen als auch funktionalen Anforderungen gerecht werden musste.

BauherrBMW AG
IdeeMedia Audience Beratung GmbH
Architektur und VisualisierungMatthias Michel mit weiteren Beteiligten
Plexiglastechnikimagine structure mit Firma Röhm
imagine structureTragwerksplanung
AusführungBender GmbH
Fertigstellung2008
Fotos© diephotodesigner.de