Ferienhaus im Odenwald

Umbau eines Wochenendhauses

Das bereits bestehende Wochenendhaus wurde umgebaut, mit besonderem Hinblick auf Platz und Komfort. Um mehr Raum zu schaffen ohne jedoch den bestehenden Bau maßgeblich zu vergößern, wurde die Fistrichtung des Daches in die Gebäudediagonale gedreht. Die Grundmauern des Erdgeschosses blieben erhalten und es wurden die Außenwände und das Dach durch eine Holzkonstruktion ersetzt.
Durch einen großen Ausschnitt in der Erdgeschossdecke entsteht ein größeres und lichtdurchflutetes Raumvolumen im Wohnbereich. Die auskragende Wohnplatte wurde entsprechend der Länge des Deckenausschnitts gekürzt.

Bauherrprivat
EntwurfNKBAK Architekten, Frankfurt
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2017
Fotos© Thomas Mayer Archive

Mainzer Landstrasse

Umbau und Sanierung Bürogebäude Friedrich-Ebert-Anlage 3

Planaufgabe war es ein 9-geschossiges Bürogebäude aus den 50er Jahren in direkter Nähe zum Frankfurter Hauptbahnhof zu sanieren und in den unteren Geschossen in ein Hotel umzunutzen. Die oberen Geschosse sollten als Büroflächen erhalten bleiben. Zusätzlich wurde das Gebäude mit dem Nachbargebäude von der Nutzung und vom Eigentümer her zu einem Gebäude baurechtlich „verschmolzen“. Hierzu wurden in den Geschossen über Wanddurchbrüche Durchgänge geschaffen.
Aufgrund der Umnutzung des Gebäudes waren bereichsweise massive Eingriffe notwendig, um sämtlichen bauaufsichtlichen Vorgaben gerecht zu werden, deren Überprüfung auf Grundlage von Bestandsstatik durchgeführt wurde. Gleichzeitig wurden zur Überprüfung dieser Annahmen zusätzliche Bauwerksuntersuchungen durchgeführt. Sofern diese Angaben widersprüchlich waren, wurde eine konstruktive Ausbildung gemäß den Messungen bzw. Untersuchungsergebnissen angenommen.
Teilweise resultierten hieraus Sanierungsmaßnahmen an tragenden Bauteilen. Im Bestand fanden sich als Deckensysteme Stahlsteindecken als Durchlaufträger, welche auf quer dazu angeordneten Stahlbetonunterzügen und teilweise auf Mauerwerkswänden auflagen und zu den Fassaden in Richtung Straße hin auskragen. Die Unterzüge wiederum lsgen auf Stahlbetonstützen und teilweise auf Mauerwerkswänden auf.
Im Erdgeschoss und im Kellergeschoss springt das Gebäude zu den Straßenseiten hin gegenüber den Obergeschossen zurück. Die auskragenden Bereiche werden hier durch die Decken und Deckenträger über dem Erdgeschoss abgefangen.

Bauherra.a.a. Aktiengesellschaft Allgemeine Anlageverwaltung Frankfurt
Architekten Architekten Theiss Planungs GmbH
RenderingArchitekten Theiss Planungs GmbH
FassadeChristoph Mäckler Architekten
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2016

Lindenberg II

Sanierung und Erweiterung eines Gründerzeitgebäudes

Das Bauvorhaben umfasste die Sanierung und Erweiterung eines Gebäudes aus der Gründerzeit in Frankfurt Alt-Sachsenhausen. Die Erweiterung um ein Tonstudio im Keller, ein Büro im Erdgeschoss und Wohnräume in den Obergeschossen erfolgte in Massivbauweise. Das verbindende Element zwischen Erweiterung und Bestand wurde ein neuer Erschließungskern, der sich im ehemaligen Innenhof des Bestandes befindet und ebenfalls in Massivbauweise erstellt wurde. Die tragende Struktur des Bestandes wurde weitgehend erhalten. Die neue Nutzung erforderte Ertüchtigungen horizontaler und vertikaler Bauteile, um erhöhte Ausbau- und Nutzlasten aufnehmen zu können. Zusätzlich wurden neue Tür- und Fensteröffnungen erstellt sowie im Erdgeschoss ein großzügiger Raum geschaffen, der die Abfangung der Obergeschosse und den Erhalt des aussteifenden Systems über einen neu eingebauten Stahlrahmen erforderte. Die in Teilen abgängige Natursteinfassade wurde saniert und musste um Erd- und Untergeschoss zusätzlich über eingebettete Stahlbetonstützen und -riegel ertüchtigt werden.

BauherrRittergasse GmbH
ArchitektenFranken Architekten, Frankfurt am Main
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2015
Fotos© Dieter Schwer

Festung Rüsselsheim

Modernisierung des Industriemuseums

In den 1970er-Jahren wurde der Südflügel der Festung Rüsselsheim als stadthistorisches Museum ausgebaut. Die erforderliche Sanierungsmaßnahmen Jahrzehnte später wurden zum Anlass genommen, das Museum von Grund auf neu zu konzipieren.
Eine neue Haupttreppe verbindet die beiden Ebenen des Gebäudes. Die geschlossene Brüstung macht aus der Treppe eine skulpturale Form, die frei im Raum steht und die Besucher durch das Haus leitet. Der Ausbau wurde reduziert auf einen Materialkanon aus dem historischem Bruchsteinmauerwerk, einem Boden aus Eiche und dem Stahl der Treppe. Der zuvor abgehängte Dachraum wurde geöffnet, ein Oberlichtband bringt Tageslicht in das Museum.

BauherrStadt Rüsselsheim
ArchitektenHeinrich Böll Architekten, Essen
imagine structureTragwerksplanung
Fertigstellung2011

Ketteler Kolleg

Energetische Sanierung eines Schulgebäudes

Im Rahmen einer energetischen Modernisierung des Ketteler Kollegs Mainz, sollte das Gebäude über dem erweiternden Atriumsbereich ein ETFE-Foliendach erhalten. Die zentrale Fragestellung des Entwurfs war hierbei die Wechselwirkung zwischen dem neuen, filigranen Dach und der Massivität des Bestandsgebäudes. Das ca. 29m überspannende Dach wurde deshalb über X-förmige Stahlstützen an die bestehenden Stahlbetondurchlaufträger angebunden.

Die genaue Form des Daches wurde vom Architekten anhand eines von uns erstellten parametrischen (Grasshopper) Modells festgelegt, das die geometrische Auswirkung von Veränderungen,beispielsweise des Bogenstichs oder der Elementteilung, sofort optisch darstellte. Neben dem Foliendach wurden auch die Abbruchmaßnahmen im Bestand und die neuen Fluchttreppen von uns geplant. Das neue Tragwerk, kombinbiert mit der lichtdurchlässige Dachhaut, schafft ein neues Raumgefühl und verleiht der Schule einen neuen Charakter. Das gesamte Projekt wurde ab der Entwurfsphase bis zur Fertigstellung von uns betreut.

BauherrBischöfliches Ordinariat Mainz
EntwurfBischöfliches Ordinariat Mainz
KlimakonzeptTranssolar Stuttgart (imagine climate)
imagine structureTragwerksplanung, 3D-Engineering
Fertigstellung2009